Fälle in Grevenbroich häufen sich

Eine Neuratherin hatte berichtet, dass Busfahrer auf der Linie 891 sie mehrere Male mit ihrem Sohn im Kinderwagen an der Haltestelle stehenließen – mit dem Hinweis darauf, dass kein Platz mehr im Bus sein. Auch ein Mann im Rollstuhl soll das Nachsehen gehabt haben. Jetzt gibt es einen neuen Fall. Wieder geht es um eine Mutter mit Kinderwagen, wieder um die Linie 891.

Die junge Mutter will in die Innenstadt, dafür löst sie ein Einzelticket. “Der Bus war voll, wie immer, es standen schon zwei Kinderwagen und ein Rollator im Gang”, sagt sie. Für die Grevenbroicherin und ihr Kind findet sich trotzdem ein Platz – bis zur Haltestelle an der Kolpingstraße. “Da war dann plötzlich ein richtiger Ansturm, mehrere Menschen wollten in den Bus einsteigen”, erzählt die Grevenbroicherin. “Der Busfahrer blaffte mich daraufhin an: ,Der Kinderwagen muss jetzt hier raus, die Sicherheit ist nicht mehr gegeben’, sagte er – auf halber Strecke Richtung Innenstadt.” Anne Steffen ist schockiert, wütend und fühlt sich vor den Kopf gestoßen. “Ich bin dann ausgestiegen, weil es in dieser Situation ohnehin keinen Zweck gehabt hätte, zu diskutieren, und bin in die Stadt gelaufen”, sagt sie.

Allgemein seien die Busse der Linie 891 in den vergangenen Monaten extrem überfüllt, weil auch viele Flüchtlinge damit unterwegs seien. “Es sind jetzt einfach mehr Menschen in der Stadt”, sagt Krehl. Dabei bleiben offenbar immer häufiger Mütter mit Kinderwagen, Rollstuhl- oder Rollatorfahrer im wahrsten Sinn des Wortes auf der Strecke.