Die US-Armee plant eine merkliche Verstärkung ihrer militärischen Präsenz in Osteuropa. Das gab ein Sprecher des Europa-Kommandos der USA am Mittwoch (30.03.2016) bekannt.

Ab Februar 2017 will das US-Militär einen „permanenten Fußabdruck“ hinterlassen, indem es drei Kampfbrigaden auf dem Kontinent stationiert. Das Kontingent wird Tausende Soldaten und 250 Kampffahrzeuge umfassen, darunter Panzer, gepanzerte Truppentransporter, Bradley- und Paladin-Kampfwagen und Howitzer-Kanonen.

An der gesamten Nato-Grenze zu Russland werden 4.200 Mann in Rotationskräften eingesetzt. Sie werden in Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Rumänien die 62.000 US-Soldaten verstärken, die heute schon in Europa stationiert sind.

Dudas Wortwahl zum Trotz sind die militärischen Vorbereitungen der USA und ihrer Verbündeten alles andere als defensiv ausgerichtet.

Die Konzentration amerikanischer und Nato-Truppen an der russischen Grenze soll mehrere militärische und verdeckte Geheimdienstoperationen vorbereiten, die sich gegen pro-russische Fraktionen und gegen die Putin-Regierung selbst richten. Sie zielen darauf ab, mit den Methoden eines hybriden Krieges russisch-freundliche Regierungen zu destabilisieren und zu stürzen. Dieselben Methoden wurden schon bei dem Putsch in der Ukraine 2014 und dem von den USA geschürten Aufstand in Syrien eingesetzt.